Schimmel im Sommer: Feuchtigkeit, Schwüle und versteckte Gefahren
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Schimmel im Sommer: Feuchtigkeit, Schwüle und versteckte Gefahren

Hohe Luftfeuchtigkeit, Gewitter und falsches Lüften bei Hitze – so schützen Sie Ihre Wohnung in der warmen Jahreszeit.

„Im Sommer gibt es keinen Schimmel" – diesen Satz hört man oft, doch er ist grundfalsch. Tatsächlich birgt der Sommer eigene, oft unterschätzte Risiken für Schimmelbildung. Besonders Kellerräume, Badezimmer und schlecht belüftete Bereiche sind betroffen. Der Schlüssel zum Verständnis liegt in der absoluten Luftfeuchtigkeit, die im Sommer deutlich höher ist als im Winter.

Veröffentlicht am 10. Juni 2026 · Lesezeit: 7 Minuten

Der Sommer-Mythos: „Wärme tötet Schimmel"

Schimmelpilze wachsen optimal bei Temperaturen zwischen 20°C und 35°C – also genau im Bereich der sommerlichen Raumtemperaturen. Was Schimmel wirklich braucht, ist Feuchtigkeit. Und die ist im Sommer reichlich vorhanden: An einem schwülen Sommertag kann die Außenluft bis zu 17 g Wasser pro Kubikmeter enthalten – im Winter sind es nur 3–5 g.

Physikalischer Fakt: Luft bei 30°C und 70 % relativer Feuchte enthält ca. 21 g/m³ Wasser. Luft bei 0°C und 80 % relativer Feuchte enthält nur ca. 3,9 g/m³. Im Sommer ist die absolute Feuchtigkeit also bis zu 5-mal höher.

Keller: Die große Sommerfalle

Der Keller ist im Sommer der mit Abstand gefährdetste Raum. Der Grund: Kellerwände haben ganzjährig eine Temperatur von ca. 12–15°C, da sie vom Erdreich umgeben sind. Wenn Sie im Sommer die Kellerfenster öffnen, strömt warme, feuchte Luft herein. Diese kühlt an den kalten Kellerwänden ab – und die Feuchtigkeit kondensiert.

Häufigster Fehler: Im Sommer den Keller „durchlüften" zu wollen. Das Gegenteil ist richtig: Bei schwülem Wetter sollten Kellerfenster geschlossen bleiben! Lüften Sie den Keller nur in den kühlen Morgenstunden oder nachts.

SituationAußenluftKellerwandErgebnis
Schwüler Sommertag28°C, 75 % rF14°CMassive Kondensation
Kühler Morgen16°C, 65 % rF14°CKaum Kondensation

Bad und Küche: Feuchtigkeit im Dauerbetrieb

Im Sommer duschen wir häufiger, kochen leichtere Gerichte mit viel Dampf und die Grundfeuchtigkeit in der Luft ist ohnehin höher. Badezimmer ohne Fenster oder mit unzureichender Lüftung sind besonders gefährdet. Die Fugen zwischen den Fliesen, die Silikonabdichtungen und die Deckenecken sind typische Befallsstellen.

Sommer-Tipp fürs Bad: Nach dem Duschen die Badezimmertür schließen und das Fenster weit öffnen (oder den Lüfter laufen lassen). So bleibt die Feuchtigkeit im Bad und verteilt sich nicht in der gesamten Wohnung.

Richtig lüften bei Sommerhitze

Die goldene Regel für das Lüften im Sommer lautet: Lüften Sie, wenn die Außenluft kühler und trockener ist als die Innenluft. In der Praxis bedeutet das:

Frühmorgens (5–8 Uhr)

Die beste Zeit zum Lüften. Die Luft ist kühl und enthält wenig Feuchtigkeit.

Tagsüber (10–18 Uhr)

Fenster geschlossen halten, besonders bei Schwüle. Rollläden oder Vorhänge nutzen.

Spätabends (21–23 Uhr)

Zweite gute Lüftungszeit, wenn die Temperatur sinkt und die Luft trockener wird.

Ihre Sommer-Checkliste gegen Schimmel

1

Kellerfenster bei Schwüle geschlossen halten

2

Nur morgens und abends lüften

3

Wäsche nicht in der Wohnung trocknen

4

Hygrometer in Keller und Bad aufstellen (Ziel: unter 65 % rF)

5

Badezimmertür nach dem Duschen schließen

6

Dunstabzugshaube beim Kochen nutzen

7

Klimaanlage oder Entfeuchter bei Dauerfeuchte einsetzen

8

Raumecken und Fugen regelmäßig kontrollieren

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